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Die Entdeckung und Ausgrabung von Hattuscha/Bogazköy

1834

Am 28. Juli entdeckt Charles Texier die Ruinen von Hattuscha. Neben einem groben Stadtplan zeichnet er einige Ruinen und die Reliefs von Yazılıkaya. Er glaubt, die medische Stadt Pteria gefunden zu haben.

 

1836

William J. Hamilton kommt für einen Tag nach Hattuscha und fertigt Zeichnungen an, u.a. einen Plan von Tempel 1. Er hält die Ruinen für die Reste der galatisch/römischen Stadt Tavium.

1858

Heinrich Barth und Andreas D. Mordtmann d.Ä. zeichnen ebenfalls die Ruinen von Tempel 1 und lassen in Yazılıkaya die Reliefs in der kleinen Kammer B freigraben.

1861

Georges Perrot, Edmont Guillaume und Jules Delbet erstellen genauere Zeichnungen der Reliefs von Yazılıkaya und publizieren die ersten Photographien von Yazılıkaya, Yenicekale und der Inschrift von Nisantas.

1864

Henry J. van Lennep fertigt erneut Zeichnungen von Yazılıkaya an.

1882

Karl Humann nimmt einen topographischen Plan auf und läßt Gipsabgüsse von zahlreichen Reliefs in Yazılıkaya herstellen.

1893-94

Ernest Chantre zieht Suchgräben im Großen Tempel, auf Büyükkale und in Yazılıkaya. Er publiziert die ersten Keilschrifttafeln aus Hattuscha.

1906

Hugo Winckler und Theodor Makridi führen Grabungen im Auftrag des osmanischen Museums in Istanbul auf Büyükkale und Sondagen an verschiedenen anderen Orten durch. 2500 Keilschrifttafelfragmente werden geborgen und mit ihnen die Erkenntnis, daß dies die hethitische Hauptstadt Hattuscha war.

1907

Fortsetzung der Grabungen unter Beteiligung des Deutschen Archäologischen Instituts und der Deutschen Orientgesellschaft: Neben Winckler und Makridi arbeitet eine Gruppe unter der Leitung von Otto Puchstein. Eine erste vollständige Dokumentation der Ruinen mit zahlreichen Plänen und Photos sowie eine genauere topographische Karte des Geländes wird erstellt.

1911-12

Kürzere Grabungen von Winckler und Makridi.

1915

Anhand der Keilschrifttafeln aus Hattuscha/Bogazköy gelingt Bedrich Hrozný die Entschlüsselung der hethitischen Sprache.

1931-39
und 1952 bis heute

Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts, über viele Jahre mit Beteiligung der Deutschen Orientgesellschaft, unter der Leitung von Kurt Bittel (bis 1977), Peter Neve (bis 1993), Jürgen Seeher (bis 2005) und Andreas Schachner: Fast vollständige Freilegung der Ruinen der hethitischen Königsburg auf Büyükkale; großflächige Untersuchungen im Bereich der Wohnsiedlung in der Unterstadt, im Großen Tempel, im Tempelviertel und den anschließenden Bereichen in der Oberstadt sowie auf dem Höhenrücken von Büyükkaya. Daneben kleinere Grabungen an verschiedenen Plätzen im Stadtgebiet und im Vorland sowie im Felsheiligtum von Yazılıkaya.