Zwölf Kammern sind durch Feuer vernichtet worden. Die Lehmwände sind vielfach vollständig durchgebrannt und rot verziegelt, da viel organisches Material darin enthalten gewesen ist. In den Kammern sind große Mengen von Getreide in verkohltem Zustand erhalten geblieben - in den Sondagen wurden Getreidepakete von 0,8-1,2 m Mächtigkeit durchschnitten. Hier liegen noch viele hundert Tonnen verkohltes Getreide begraben; dies ist wohl der größte Fund dieser Art im Alten Orient. Die botanische Untersuchung zeigte, daß hier meist Gerste eingelagert war. In einer Silokammer lag Einkorn.
Aber auch die Dimension des Silokomplexes - länger als ein Fußballfeld und mehr als halb so breit - ist mehr als ungewöhnlich. Abhängig von der Füllhöhe in den Kammern konnten hier 7.000-9.000 m³ Getreide dauerhaft eingelagert werden. Diese Menge entspricht dem jährlichen Bedarf von 20.000-30.000 Menschen, und es erscheint klar, daß dies nicht nur der Vorrat für die Stadt Hattuscha war - hier lagerte ein Teil des Staatsschatzes und der Machtbasis des hethitischen Großkönigs.
Siehe auch: Forschungsbericht Silokomplex
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