Ziel war es, die Angreifer möglichst von dem eigentlichen Tor fernzuhalten, denn die Durchgänge waren zwar mit schweren Holztoren verschlossen, aber mit Rammen und vor allem mit Feuer waren sie doch zu öffnen. Bei diesem Tor ist der Reliefschmuck jedoch nicht außen, sondern der Stadt zugewandt auf der Innenseite angebracht: Das teilweise mehr als halbplastisch ausgearbeitete Relief zeigt einen bewaffneten Krieger, der 2,25 m von der Helmspitze bis zur Fußsohle mißt.
Als einziges Kleidungsstück trägt er einen kurzen, reich verzierten Wickelrock. Im breiten Gürtel steckt ein Kurzschwert mit einem halbmondförmigen Griff, und in der Hand hält er eine prunkvolle Axt. Auf dem Kopf trägt er einen spitzen Helm mit großen Wangenklappen und einem Nackenschutz. Lange Haare hängen hinten auf die Schulter herunter, und darüber läuft ein Band von der Helmspitze bis zum Ellbogen. Die Identität dieses Kriegers ist ungeklärt. Die am Helm dargestellten Hörner weisen das Relief als die Darstellung eines Gottes aus. Möglicherweise ist es Scharrumma, der Sohn des Wettergottes Teschup und der Sonnengöttin Hepat, der Schutzpatron von Großkönig Tudhaliya IV.: Dieser König, dem ein Teil der Bauwerke in der Oberstadt zugeschrieben wird, könnte hier seinem persönlichen Gott ein Denkmal gesetzt haben. |
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