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Inschrift mit luwischen Hieroglyphen am Nişantaş |
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Dies ist neben Sarıkale und Yenicekale ein weiteres Felsmassiv in der Oberstadt von Hattuscha, auf dem ursprünglich ein großes Gebäude stand. Oben auf dem Felsen ist der Verlauf der Mauern an einzelnen Steinblöcken und an den in den Fels hineingeschlagenen Fundamentbettungen zu erkennen. Unter den abgestürzten Trümmern unten vor dem Felsen fand man die Blöcke eines Tors, das ganz ähnlich wie die Außenseite des Sphinxtors auf Yerkapi mit den Vorderleibern von großen Sphingen geschmückt war. Man erkennt noch gut die große Haube oder Haartracht, die in Locken auf der Brust endet, sowie den hohen Kopfschmuck mit Rosetten. Dieses Tor hatte einen parabolisch geformten Durchgang und stand am oberen Ende einer Rampe, die den Zuweg zu dem Baukomplex auf dem Felsen bildete. Leider fehlen uns auch hier, wie bei allen Bauten auf den Felsenkuppen, Hinweise zur ehemaligen Funktion.
Die Inschrift: Seinen Namen trägt dieser Felsen von einer großen Inschrift in luwischen Hieroglyphen (Nisantas = Zeichenstein). Die auf einer geglätteten Schräge am Felsen eingemeißelte Inschrift ist 8,5 m lang und hat elf Zeilen. Damit ist sie die längste bisher bekannte luwische Hieroglypheninschrift. Die Zeichen sahen ursprünglich einmal so aus wie diejenigen in der Hieroglyphenkammer 2, aber da sie immer offen lagen, sind sie stark verwittert. Daher ist der Inhalt des Texts bisher auch noch weitgehend unbekannt. Sicher ist nur, daß er wieder von Schupiluliuma II., dem letzten bekannten Großkönig von Hattuscha, stammt. Vermutlich berichtet der Großkönig von der Einrichtung einer Gedenkstätte für seinen Vater (= die Kammer B des Felsheiligtums von Yazilikaya) sowie von weiteren Taten, darunter eine Seeschlacht mit nachfolgender Landung auf Zypern. Diese bei den Hethitern Alaschiya genannte Insel war wegen ihres Kupferreichtums im Altertum oft umkämpft.
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