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Ostteiche

 

Der nordwestliche Teil von Teich 1 mit der Südburg

 

Tonröhren von hethitischen Wasserleitungen;
Löcher, die mit Steinen verschlossen wurden

 

Plan der Ostteiche

 

 

In einer langestreckten Senke zwischen Königstor und Südburg haben die Hethiter zwei künstliche Teiche angelegt. Die Ausdehnung der Teiche ist durch restaurierte und rekonstruierte Böschungskanten dargestellt: Teich 1 war rund 60 x 90 m groß; von Teich 2, der südöstlich dahinter lag, ist vorerst nur die Nordecke bekannt, aber die Ausdehnung der Geländesenke nach Südosten zeigt, daß dieses Becken nicht viel kleiner gewesen sein kann. Getrennt waren die Becken durch einen Damm, der an der Basis 16 m breit war. Weitere Dämme waren an der NO-Seite der Teiche sowie an der NW-Seite von Teich 1 angelegt.
Die Seitenwände der Becken waren nicht senkrecht, sondern relativ flach geböscht und mit Kalksteinen gepflastert. Der Boden der Teiche war nicht gepflastert, sondern mit einer wasserdichten Tonschicht belegt. Der Untergrund besteht aus Serpentin-Fels, der ebenfalls relativ wasserdicht ist. Schwieriger war es, das Wegsickern des Wassers durch die Steinpflaster der Seitenböschungen zu verhindern. Hier kamen die hethitischen Ingenieure auf die Idee, hinter der Teichböschung tiefe schmale Gräben auszuheben, die dann mit wasserdichtem Ton verfüllt wurden. Auf diese Weise wurde der Verlust reduziert.
Die Teiche wurden von mehreren Quellen gespeist: Oberhalb an der Straße gibt es eine Quelle, die auch heute noch ganzjährig fließt. Da ihre Leistung sicher nicht ausreichte, leitete man zusätzlich durch Tonröhren Wasser von Quellen außerhalb des Stadtgebiets heran. In der Stadtmauer gibt es unterhalb vom Königstor einen Durchlaß für diese Leitung.