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Der Felskegel von Sarıkale
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Plan von Sarıkale und Tempel 7 |
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Eine optisch beherrschende Rolle im Stadtbild spielt die Felswand von Sarıkale (= gelbe Burg), die sich rund 60 m hoch über das davorliegende Tal erhebt. Diese Felskuppe trug in hethitischer Zeit eine große Bauanlage. Mauerreste, in den Fels geschlagene Fundamentbettungen und auch eine Zisterne (mit den Resten eines Kragsteingewölbes) sind erhalten. Erreichbar war diese Anlage nur von der Rückseite (=SO-Seite), wo auch die Reste eines Tors sowie eine Befestigungsmauer mit Bastionen erhalten sind. Es steht außer Zweifel, daß der Bau auf diesem markanten Fels, der zudem ungefähr in der Mitte der Oberstadt liegt, eine besondere Funktion hatte. In hethitischen Texten ist mehrfach die Rede von "Felsgipfelhäusern", die mit dem Kult, insbesondere dem Totenkult in Verbindung standen. Damit könnten Bauwerke wie auf Sarikale oder Yenicekale und Nisantas, die ebenfalls auf separaten Felsblöcken errichtet waren, gemeint sein.
Die hethitischen Reste auf Sarıkale sind durch die Erosion und durch spätere Aktivitäten stark reduziert, denn in byzantinischer Zeit wurde diese Anlage erneut benutzt und mit weiteren Befestigungsmauern versehen. Vielleicht war dies der Herrensitz, zu dem eine größere byzantinische Besiedlung gehörte, die auf dem Geländesattel im Südosten von Sarıkale lag. |