Die Altstadt von Hattuscha umfaßte eine Fläche von rund einem Quadratkilometer. Sie war umgeben von einer über Berg und Tal geführten Befestigungsmauer. Der Königspalast lag auf dem heute Büyükkale genannten Plateau, hoch oberhalb der Unterstadt mit den Wohnvierteln. Im Laufe der Zeit wird die Stadt dann nach Süden erweitert und auf die doppelte Größe gebracht. Zum Schutz baut man eine neue Stadtmauer, versehen mit mehreren monumentalen Toren. Soweit man bisher weiß, wurden in den südlichen Stadtvierteln vor allem offizielle Gebäude und Tempel errichtet - "die tausend Götter des Hatti-Landes" fanden hier eine Heimat.
Um 1200 v. Chr. wird die Stadt aufgegeben und verlassen, vermutlich als Folge von Thronstreitigkeiten und inneren Unruhen, die zum Zusammenbruch des Großreiches führten. Zurück bleiben die Archive, in denen vieles vom Wissen der damaligen Zeit bewahrt geblieben ist: Bisher fand man in Hattuscha rund 30.000 Fragmente von Tontafeln mit akkadischer Keilschrift, auf denen Verträge und Staatskorrespondenz, Orakeltexte, Kultanweisungen, Urteilssammlungen, historische Texte und Traditionsliteratur des Alten Orients festgehalten sind.
Etwa um 1200 v. Chr. endet in Anatolien auch die Epoche, die die Archäologen als Bronzezeit bezeichnen. Die Hethiter ziehen sich nach Südostanatolien und Syrien zurück, wo die sogenannten späthethitischen Fürstentümer noch einige Jahrhunderte fortexistieren.
In der nun beginnenden Frühen Eisenzeit gibt es in den Ruinen der verlassenen Hauptstadt bald einen Neubeginn. Zugewanderte Siedler gründen eine bescheidene bäuerliche Siedlung, die im Laufe der folgenden Jahrhunderte wächst und 7.-6. Jahrhundert v. Chr. zu einem regionalen Zentrum wird. Später folgen dann galatisch/ hellenistische, römische und byzantinische Ansiedlungen, und im 18. Jahrhundert n. Chr. wird hier die türkische Siedlung Bogazköy (später in Bogazkale umbenannt) gegründet.
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