Südteiche |
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So müssen die Südteiche einmal ausgesehen haben
(Computerrekonstruktion)
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Plan der Südteiche
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Zwischen dem Löwentor und Yerkapı sieht man einen Geländesporn, der rund 200 m weit nach Norden in das Gebiet der Oberstadt hineinragt. Auf seiner flachen Oberseite waren auf Luftbildern zwei nebeneinander liegende Senken zu erkennen. Sie stammen von großen Wasserbecken, die die Hethiter wahrscheinlich schon im 15. Jahrhundert v. Chr. hier angelegt haben. Die Becken waren schmal, um den Verlust durch Verdunstung gering zu halten, aber bis zu 8 m tief ausgeschachtet. Da der Untergrund aus völlig wasserdichtem Mergel besteht war keine weitere Abdichtung der Beckenwände notwendig. Der Plan und die Computerrekonstruktion zeigen fünf Becken, die hier, fast an der höchsten Stelle der Stadt, platzsparend angelegt worden sind. Man sammelte wohl das Wasser aus dem etwas oberhalb gelegenen Quellhorizont, und vermutlich gab es auch Kanal- und Rohrleitungen aus dem südlich anschließenden Gelände. Ebenfalls mit Rohrleitungen konnte das Wasser dann gezielt in die tiefergelegenen Bereiche geführt werden - hier wurde ein Teil des Brauchwassers der Stadt gelagert. Dabei stellt sich die Frage, warum man nicht statt der vielen kleinen Becken nur einen oder zwei große Teiche angelegt hat. Die Antwort lautet "Risikobegrenzung": Wie bei den beiden Ostteichen in der Oberstadt hat man auch hier bei den Südteichen die Wassermenge auf mehrere unabhängige Becken verteilt; im Falle eines Dammbruches oder einer Verunreinigung ging so nur ein Teil und nicht gleich der ganze Wasservorrat verloren.
Siehe auch: Forschungsbericht Südteiche
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